Was kann Traumapädagogik?

Zunächst geht es um den Aufbau einer stabilen, gesunden und vertrauensvollen Beziehung zwischen den Betroffenen und den pädagogischen Fachkräften. Traumapädagog/Innen wirken unterstützend in dem Prozess zur Selbstwirksamkeit. Dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. In der Traumapädagogik werden Trigger mithilfe der Betroffenen identifiziert und in der Folge vermieden. Dies setzt eine behutsame und achtsame Annäherung voraus.

In der Traumapädagogik geht es darum, positive Selbsterfahrungen zu fördern und bei der Entwicklung von Emotionsregulationstechniken helfend zur Seite zu stehen. Anders als in einer Therapie geht es hierbei nicht darum, „den Dingen auf den Grund zu gehen“, um Trigger zu vermeiden, sondern den „guten Grund“ der Betroffenen anzuerkennen.

Traumapädagogik und Körperarbeit

Seitdem ich in 1997 anfing, die Körperarbeit stärker in den Fokus meiner pädagogischen Tätigkeiten zu stellen, konnte ich sehr beeindruckende Ergebnisse erzielen. Daraufhin habe ich mich auch innerhalb meiner traumapädagogischen Ausbildung auf das Thema „Körperarbeit, Spiel und Musik“ ausgerichtet.

Bei der Verabeitung von Sinneseindrücken benötigen wir in der Regel drei Hirnareale: das Reptilienhirn reagiert dabei schnell auf potenzielle Gefahren und ist auf Verteidigung ausgerichtet. Das lymbische System, auch Amygdala genannt, ist zuständig für unsere Emotionen und im präfrontalen Kortex werden die Eindrücke sortiert und abgewogen. Damit den traumatisierten Menschen alte Gefühle nicht unkontrolliert überschwemmen können, ist es von enormer Wichtigkeit, das er ein ausgewogenes Zusammenspiel dieser drei Gehirnbereiche anstrebt, damit sich nicht im Zweifelsfalle Überreaktionen wie Erstarren, Fluchtimpulse oder aggressives Verhalten durchsetzen.

Um eine Einheit zwischen einzelnen Gehirnarealen und unserem Körper herzustellen, bieten vor allem Bewegungsangebote (z.B. Psychomotorik), Spiel und musische Einheiten ein immenses Repertoire an Möglichkeiten. Deshalb biete ich gerne meine Expertise an, um in Ihrer Einrichtung entweder fortlaufende Kurse zu etablieren oder auch, wenn gewünscht, nur abgeschlossene Workshops.

Körperarbeit, Spiel und Musik in der Traumapädagogik anhand von Capoeira Angola in der Frühpädagogik

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Interessentinnen sende ich die Zugangsdaten zum Herunterladen des Dokuments gern zu. Nehmen Sie dazu bitte Kontakt zu mir auf.

Traumapädagogische Angebote

Sofern sich Ihre Institution innerhalb Berlins oder Umgebung befindet, biete ich gerne regelmäßige, fortlaufende Aktivitäten für Kinder und Jugendliche ab dem zweiten Lebensjahr in Ihrer Einrichtung an:

  • Kunstpädagogische Angebote wie Tanz, Rhythmik und Bewegung und Theater
  • Sportpädagogisches Angebot mit Capoeira Angola
  • Körperarbeit mit kinesiologischen Techniken

Sollte sich Ihre Einrichtung weiter als 50 Kilometer von Berlin befinden, dann wären abgeschlossene Workshops möglich. Über die Länge und Inhalte können wir individuell verhandeln, wenn Sie genaue Vorstellungen über Ihre Zielsetzung haben.
Manchmal sehen auch akute Situationen außerplanmäßige Aktivitäten vor, die kurzfristig Linderung verschaffen können.

Inhouse-Schulung

Als Inhouse-Schulung biete ich darüber hinaus Seminare für interessierte Pädagog/Innen an, die gerne selbst tiefer in die traumasensible Körperarbeit einsteigen möchten.

Gerne können wir gemeinsam überlegen, was für Ihre Zielgruppe am ehesten in Frage käme und entsprechend richte entwickele ich ein spezifisches Angebot, das sich an Ihren Wünschen und Ihrem Bedarf orientiert.

Kontaktieren Sie mich hierfür jederzeit und ich antworte Ihnen schnellstmöglich.